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Atemtherapie

Hamburg (übrige ausblenden)

Anmeldung möglich 18-0654 - Basiskurs "Atem erfahren - befreit aufatmen" 14 FP   190,00 € Buchen
Sa. 24.03.2018  10:00 bis So. 25.03.2018 17:00 Dietmut Ebel
Anmeldung möglich 18-0733 - Basiskurs "Atem erfahren - befreit aufatmen" 14 FP   190,00 € Buchen
Sa. 13.10.2018  10:00 bis So. 14.10.2018 17:00 Dietmut Ebel

Dozentin: Irene Uhlig

 

© Irene Uhlig

   

Für alle medizinischen Berufsgruppen

Literatur:

Norbert Faller
Atem und Bewegung: Theorie und 111 Übungen
2. Auflage 2009, 260 S.
€ [D]: 39,95
ISBN 3-2110-9456-3

Erika Kemmann-Huber
Der bewußte zugelassene Atem: Theorie und Praxis der Atemlehre
1. Auflage 1999, 192 S.
€ [D]: 49,95
ISBN 3-4374-5276-2

 

Atemtherapie

Psychophysische Atemtherapie

Herkunft

Psychophysische Atemtherapie ist atemzentrierte Körper- und Bewegungsarbeit. Der Atem ist normalerweise unbewusst – wird im zentralen und vegetativen Nervensystem autonom gesteuert und ist willkürlich beeinflussbar; es bedarf jedoch keiner Atemtechnik. Die Methode, den unbewussten Atem erfahrbar zu machen geht auf Prof. Ilse Middendorf [21.09.1910-02.05.2009]  zurück und wurde durch ihre Schülerin Erika Kemman weiter entwickelt. Im bewusst zugelassenen Atem erleben wir uns ganzheitlich im Empfinden, Fühlen, Denken und Handeln. Diese Atemlehre beruht auf der Reformbewegung und  Entwicklung in Gymnastik und Ausdruckstanz, in der Atem- und Leibpädagogik des frühen 20. Jahrhunderts. Sie ist teilweise beeinflusst von asiatischen Bewegungskonzepten und Meditationspraktiken. Psychophysische Atemarbeit ist ein behutsamer und zugleich vitaler Übungsweg. Er führt zu mehr Bewusstheit über das eigene Leben, erleichtert persönliches Wachstum und Erweiterung des Bewusstseins. 

Atem - Brücke zwischen Körper und Geist

Der Atem ist die Quelle der strömenden Lebensenergie. Wir empfinden sie im Körper in der Bewusstheit eines Kraftzentrums im Unterbauch. Die am Atemvorgang direkt und indirekt beteiligte Muskulatur steht in Verbindung zu den Wachheitszentren im Gehirn [ARAS - Aufsteigendes reticuläres System]. Sie gewährleistet über die Nervenbahnen die Informationsweitergabe aus dem Körper und bedingt unseren Wachheitszustand zugunsten höherer kortikaler Funktionen. Indem wir uns in der Ruhe auf den Atem sammeln und uns achtsam bewegen empfinden wir unseren inneren psychophysischen Spannungszustand [Somatic Experience], nehmen die Verbindung zwischen Atem und Gefühlen wahr. Wir erleben den Atem weit über die körperliche Begrenztheit hinaus. In der Sammlung auf den Atem sind wir geistig anwesend, die Körperspannung in Ruhe und Bewegung wird aus unserer Geisteshaltung heraus beeinflusst. So sind unsere Gefühle Ausdruck unseres Denkens und Handelns. Sie zeigen sich in den Emotionen, die aus dem psychophysischen Zustand resultieren. Bestenfalls befinden wir uns in einem ausgeglichenen Zustand des Seins [Eutonie] in Zeit und Raum. Es atmet uns.

Wirkung

Psychophysische Atemtherapie bedeutet Hinwendung zum eigenen Atem, den Prozeß wahrzunehmen ohne einzugreifen. Das erwünschte Ziel ist, im Atem zu sein.

Körperliche Blockierungen, Nervosität, Stress, Schmerzen oder Angst stellen sich als Einengung im Atemraum dar. Diese Beeinträchtigung des Atemtonus führt zu Schwäche oder Verkrampfung, Fehlhaltung und schließlich zu Störungen des psychophysischen Gleichgewichts. Der Atem ist unmittelbar an der Entstehung psychosomatischer Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, des Magen-Darm-Kanals, des Herz-Kreislauf-Systems, des Nerven- und Hormonsystems beteiligt.

Auch Neurosen oder Erlebnisse aus der Vergangenheit [Traumata], die im Körper gespeichert sind zeigen sich im Atemgeschehen in Verbindung mit der Körperspannung, einem Atemmuster, welches sich verfestigt haben kann. Werden wir im Atemgeschehen unseres Selbst bewusst, werden diese Blockaden allmählich aufgelöst und das Herz als Ort des Gefühls öffnet sich. Es ist die Hingabe an den Atem, die uns in der Urkraft der Atembewegung durchlässig und schwingungsfähig zwischen Innen- und Außenwelt werden lässt.

Bewusst gewordene Atembewegung - Körperempfindung, Beweglichkeit der Gelenke, Atemraum und-rhythmus - verändert langfristig die Körperspannung und setzt die Lebensenergie frei. Tiefenentspannung stellt sich ein. Wandlung wird möglich. Unsere Ressourcen im Atem, die Selbstheilungskräfte werden geweckt [Salutogenese]. Diese Atemtherapie wirkt darüber hinaus auf das neurophysiologische System im zwischenmenschlichen Hinwendungs- und Kontaktverhalten, fördert Empathie und bereichert uns in der Fähigkeit zu lieben.

Übungsweise

In dehnenden, atemanregenden Bewegungen wird die Bewusstheit für den gesamten Körper in Haltung und Bewegung geweckt. Achtsamkeit beim Üben fließender und kraftvoller Bewegungsabläufe im Sitzen und Stehen sowie in der Ruhe – auch im Liegen – lassen unseren Atemraum und -rhythmus erfahrbar werden. Spürsames Anlegen der Hände unterstützt uns darin, empfindsamer zu werden, den Atemraum zu öffnen und uns in der Tiefe zu erleben. Die Berührung wird auch in Partnerübungen erfahren und ausgetauscht. Zur Vertiefung der Wahrnehmung des Atems und dessen Resonanzraum im Körper üben wir mit der Stimme indem wir Vokale tönen und Silben sprechen.

Irene Uhlig meditiert seit vielen Jahren und hat weitgehende Erfahrungen in der buddhistischen sowie daoistisch-buddhistischen Tradition.

Irene Uhlig, PT

Bobath-Therapeutin, Atem-Körpertherapeutin [Ausbildung am Ilse-Middendorf-Institut, Berlin, 1983-1992], Qigong- und Taijiquan Lehrerin [WCTAG]

Weiterbildung:

  • Taiji Quan und QiGong seit 1984
  • Zertifikat in Integrativer Körper- und Bewegungs-Therapie am Institute for Educational Therapy, Berkeley, 1987
  • Shiatsu Grundausbildung 1995
  • Supervision in Gestalttherapie und Bioenergetischer Analyse
  • Sressbewältigung und Achtsamkeitspraxis seit 2012

Sie gibt atemtherapeutische Einzelstunden, unterrichtet in wöchentlichen Gruppen und Wochenendseminaren. An zahlreichen Fort- und Weiterbildungsinstitutionen für Gesundheits- und Sozialberufe hat sie bundesweit Lehraufträge.

www.qigong-atem.de



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